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Review

Staatspunkrott  "Choral vom Ende"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit „Choral vom Ende“ veröffentlicht Staatspunkrott den dritten und somit letzten Teil Ihrer Punkrocktrilogie. Soundtechnisch ist somit auch nicht mit großer Veränderung zu rechnen. Im Gegenteil, der melodische Punkrock, den man bereits von „Phoenix Effekt“ und auch der letzten Platte „Nordost“ kennt, wird konsequent fortgesetzt. Wobei bei der aktuellen Platte die Hardcore- beziehungsweise Metaleinflüsse noch deutlicher zum Vorschein kommen. 



Textlich gesehen ist es diesmal jedoch deutlich härtere Kost. Ging es bei „Phoenix Effekt“ noch um das übergeordnete Thema „Zerbrechen/Neuanfang“, im zweiten Teil der Trilogie „Nordost“ um den großen Bereich des „Aufbruchs“, so sind wir nun bei „Choral vom Ende“ wie zu erwarten beim „Niedergang/Ende“ des Phoenix. Dementsprechend düster beziehungsweise ernst ist die Thematik der Lyrics. Dies  kommt unter Anderem bei dem bereits auf Youtube veröffentlichten Song „Monokel für zwei Augen“ zum Ausdruck.

https://www.youtube.com/watch?v=9Xb_hGGF-0A

Bei diesem Song kritisiert die Band, das blinde Konsumieren von Produkten, bei denen Andere für unsere Belange Ihre Gesundheit aufs Spiel setzten und dies meist zu einem Hungerlohn. Jedoch wird nicht nur die Ausbeutung der Menschen, sondern auch der generell Umgang mit Ressourcen dieser Erde. Beim Song „Umrissmensch“ wird dies noch konkreter. Dieser Song passt leider aktuell immer noch viel zu sehr in die politische Stimmung. Hier wird das Gefühl „dort wo ich glücklich war, kann ich nicht mehr sein“ sehr deutlich transportiert. Dieses Gefühl dürften die bei uns aufgenommen Flüchtlinge wohl sehr gut kennen, die neben viel Hilfe leider auch jede Menge Fremdenhass erleben müssen. Es gibt jedoch nicht ausschließlich traurige Songs auf der neuen Platte. So ist beispielsweise „Richtung Horizont“ eine Hommage an die Lieblingsdisziplin der Band: Dies ist wenig überraschend die Liveauftritte. Von diesen wird es auch 2017 jede Menge geben!

Insgesamt ist „Choral vom Ende“ textlich sicherlich das bisher düsterste Album aus dem Hause Staatspunkrott. Musikalisch sind sie passend hierzu einen Schritt näher an Metalcore gerutscht und haben den Spaßpunk (vorerst) hinter sich gelassen. Wer grundsätzlich die Mischung aus melodischen Punkrock mit den deutschen Texten und „Metal-Geschrei“ mag, wird seine Freude an diesem Album haben. Oben drauf gibt es noch eine Ladung tiefgründiger Texte. Wer das Album über den Online-Shop bestellt, bekommt es bei Bestellung bis zum 03.03.2017 auf Wunsch auch handsigniert. Außerdem gibt es hier auch kostengünstige Bundles mit Tickets für die Releaseshow. Selbstverständlich wurde auch an die Vinyl-Freunde gedacht. Neben dem hübschen Digipack erscheint das Album nämlich auch auf 180g-schwerere Black-Vinyl!



Bewertung:



Lyrics:  6 von 7 Sternen


Sound:
  5 von 7 Sternen



Gesamtbewertung:
 5,5 von 7 Sternen



Genreaufteilung:


Rock:
  6 von 7 Sternen


Punk:
   5 von 7 Sternen


Metal:
  4 von 7 Sternen

Staatspunkrott im Web:


www.staatspunkrott.de

www.facebook.com/staatspunkrott


Online-Shop:


www.shop.staatspunkrott.de

(Wer bis zum 03.03.2017 bestellt bekommt das Album auf Wunsch auch handsigniert)



 

 

Das Review wurde geschrieben von Simon77